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Der Besuch beim Arzt

Beim Besuch der Praxis und der darauffolgenden Untersuchung des Kieferorthopäden wurde die Diagnose der Zahnärztin bestätigt. Ich wurde auch relativ schnell darüber aufgeklärt, was mich erwarten würde.

Zu allererst ist es so, dass in meinem Alter solche Behandlungen nur noch von der Krankenkasse übernommen werden, wenn sie mit einer Operation durchgeführt werden – doch Vorsicht, ich komme später darauf zurück, was „von der Krankenkasse übernommen“ tatsächlich heisst.

Der Arzt erklärte mir, dass ich zu allererst eine feste Spange brauche – und zwar mindestens ein Jahr lang. Das war erstmal ein ziemlicher Schock für mich! Als Erwachsener mit einer festen Spange! Dies ist aber nötig, da die Zähne zuerst in eine neue Zielposition gerichtet werden müssen. Durch die vielen Jahre des „falschen“ Beißens haben sich die Zähne angepasst. Nun müssen sie aber erst mal in die eigentlich richtige Position gebracht werden. Dies ist so wichtig, dass man nach der Operation auch korrekt aufeinander beißen kann.

Wenn dies erfolgreich war, erfolgt nach circa einem Jahr die eigentliche Operation. Danach wäre es so ziemlich geschafft – das ist, was ich nach dem ersten Treffen mitgenommen habe. Es sollte sich allerdings herausstellen, dass es nicht so ganz einfach ist. Selbst jetzt, 3 Jahre nach dem ersten Treffen, bin ich noch nicht fertig mit der Behandlung. Dazu aber später.

Ich kam also wieder heim von diesem Treffen und fing an mich zu informieren. Wahrscheinlich seid ihr auf dieser Seite, weil ihr euch jetzt in genau dieser Situation wiederfindet. Kopf hoch, ich kenne die Situation.😊 Ich las also Erfahrungsberichte, Informationsseiten und auch Informationen über Kosten und die Situation mit der Krankenkasse.

Ich nahm mir die Zeit, um mich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Ich suchte nach Erfahrungsberichten, um ein Gespür zu kriegen worauf ich mich da vielleicht einlasse. Und auch, wenn das alles nicht so prickelnd klang – der Gedanke daran, mal nicht mehr ordentlich kauen und essen zu können hat gewonnen. Eine Rente ohne den Genuss beim Essen klingt für mich einfach nicht erstrebenswert. Also war die Entscheidung da, ich lasse mir den Kiefer brechen!